Weg mit alten Zöpfen

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Verschiedene Maßnahmen sollen die Taxizentrale vom Markt abheben und für mehr Qualität und Umsatz Sorgen. IsarFunk News im Gespräch mit Geschäftsführer Christian Hess.

IFN: Herr Hess, was ist neu bei IsarFunk?

Christian Hess: Die auffälligste Veränderung ist der Seitenstreifen, mit dem man die an IsarFunk angeschlossenen Taxis sofort erkennen kann. Damit sind wir stärker in der Öffentlichkeit präsent. Diesen Effekt werden wir durch gezielte Werbung unterstützen. Wir lassen uns von Profis beraten. So arbeiten wir seit kurzem mit Serviceplan und Essential Media zusammen. Und wir planen eine größere Kooperation mit TAXi-AD aus Hamburg.

IFN: Was gab den Anstoß sich professionelle Unterstützung zu holen?

CH: Die Rahmenbedingungen sind heute anders, als vor zwölf Jahren bei unserer Gründung. Und sie werden sich weiter verändern. Bei unseren Mitbewerbern, aber auch bei der Münchner Stadtverwaltung und einigen Unternehmern steht ein Generationenwechsel an. Der Wettbewerb ist härter geworden und er wird noch härter werden. Wohin führt uns der technische Fortschritt? Wie sieht die Zentrale der Zukunft aus? Wie wird sich die Konkurrenz-Situation entwickeln? Das ist alles schwer vorher zu sagen. Sicher ist, dass wir uns ändern müssen, wenn wir da mithalten wollen. Das bedeutet auch: ab mit alten Zöpfen! Dann ist wieder Platz für Innovationen. Schließlich haben uns unsere Innovationen von Anfang an nach vorne gebracht. Unsere Ausgangssituation ist also sehr gut.

IFN: Was wird sich in nächster Zeit für Fahrer und Unternehmer ändern?

CH: Bis heute haben sich Flottengröße und Auftragsvolumen parallel zueinander entwickelt. Wir sind jetzt ziemlich konstant bei zehn Aufträgen pro Fahrzeug pro Tag. Das wollen und das können wir steigern. Bisher hat die hervorragende Werbung durch unsere motivierten Fahrerinnen und Fahrer ausgereicht. Wir fühlen, dass wir da eine Grenze erreicht haben. Es kann nur dann weiter aufwärts gehen, wenn wir auch in den Medien präsent sind. Damit meine ich lokale Zeitungen und Rundfunksender. Wir müssen uns ändern, uns an neue Anforderungen anpassen.

IFN: Warum jetzt?

CH: Weil jetzt der richtige Zeitpunkt ist. Wir haben die Größe und Kapazität erreicht, die es uns ermöglicht mehr Aufträge zu fahren. Das nötige Selbstbewusstsein haben wir auch. Dabei wollen wir auf dem Boden bleiben. Wir werden die Flotte erst wieder vergrößern, wenn es die Auftragszahlen nötig machen, obwohl wir gerade jetzt eine extrem gestiegene Nachfrage erleben. Außerdem brauchen wir die Zeit um Ängste und Vorurteile unter Fahrern wie Unternehmern auszuräumen.

IFN: Bedeutet das, dass nicht alle von den Maßnahmen überzeugt sind?

CH: Leider ziehen noch nicht alle mit uns am selben Strang. Einerseits liegt es daran, dass Erneuerrungen und Verbesserungen es anfänglich immer schwer haben. Andererseits haben wir erkannt, dass unsere Kommunikation mit einigen Unternehmern nicht hundertprozentig funktioniert, was mir persönlich sehr leid tut. Wir arbeiten konstant am richtigen Umgang miteinander und konnten jetzt kurzfristig schon einiges verbessern. Schließlich wollen wir alle Fahrer und Unternehmer von der Richtigkeit unserer Maßnahmen überzeugen.

IFN: Wie geht es weiter?

CH: Mit dem verstärkten Einsatz von Werbung. Gerade dem Dachwerbeträger kommt da eine besondere Bedeutung zu. Natürlich erfolgt das alles auf freiwilliger Basis, wobei wir solidarisches Verhalten belohnen werden. Deshalb arbeiten wir gerade an einem Punkte- und Belohnungssystem. Die Zeit wird zeigen, dass wir auf damit auf dem richtigen Weg sind.

Das Gespräch mit Christian Hess führte Tom Buntrock.


 
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