Wer oder was ist Eyjafjallajökull?

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Noch vor wenigen Wochen hätte das die 500.000-Euro-Frage bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär?“ sein können. Heute wissen wir: Der Eyjafjallajökull ist ein Vulkan in Island.

„Nichts geht mehr“ hieß es am Freitag, den 16. April 2010 auch auf dem Münchner Flughafen. Die Aschewolke, die sich über tausende Quadratkilometer erstreckte, hatte München erreicht und den Flugverkehr unterbunden. Nachdem der Luftraum schließlich über ganz Deutschland gesperrt wurde, mussten ab 20 Uhr alle Maschinen auf dem Boden bleiben. Hunderte Fahrgäste kamen nicht mehr weg und waren auf Hilfe angewiesen.

Nutznießer der Luftraum-Blockade waren die Taxler: „Der Vulkan hat denen ein gutes Geschäft beschert“, sagt Michelle Dinter-Stewart vom Taxi-Service-Point am Münchner Terminal 2. Denn unter den Fluggästen, die von Lufthansa-Mitarbeitern mit den gelben Vouchern ausgerüstet wurden, waren einige, die ihr fernes Ziel mit dem Taxi erreichen wollten. „Wir hatten Fahrten nach Manchester, Prag, Mailand oder Paris. Die Fahrer waren alle sehr engagiert, so dass wir jede Fahrt an den Mann bringen konnten.“

Viele Fluggäste waren in einem Notquartier in Halle F untergebracht und von Lufthansa-Mitarbeitern mit Lebensmitteln versorgt worden. Trotzdem kam es immer wieder auch zu dramatischen Szenen: „Manche Menschen weinten und schrieen“, weiß Michelle Dinter-Stewart zu berichten. „Wir haben ihnen dann erstmal ein Wasser gebracht und versucht, sie zu beruhigen.“ Dass größere Katastrophen vermieden werden konnten, führt sie auch auf die große Hilfsbereitschaft der Taxikollegen zurück: „Die haben einfach super mitgemacht. Das war Teamwork!“

Nach dem großen Ansturm herrschte dann wieder Flaute: „Der Vulkan hat erst für gutes Geschäft gesorgt, dann, als der Flughafen dicht war, ging gar nichts mehr. Und auch die Bauma-Kunden blieben zum Teil weg. Jetzt pendelt sich das wieder ein“ , sagt Michelle Dinter-Stewart. Doch trotz der lukrativen Fahrten wird so mancher Taxifahrer froh sein, dass jetzt alles seinen gewohnten Gang geht. So schnell vergessen werden sie die Vulkan-Chaos-Tage aber mit Sicherheit nicht.


 
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